Langersehnter Strandurlaub, noch unverdient...
! Vorabinformation! Durch das stark limitierte Internet hier, folgen die Bilder nach Möglichkeit in den nächsten Tagen!
Gleißendes Sonnenlicht, ein endloser Strand grenzt an azurblauem Wasser, ein lauhes Lüftchen weht um unsere nun braungebrannte Leiber. Die Lagune ist gesäumt von Kokospalmen und es duftet nach Freiheit mit einer Briese Salz. Die Kinder tollen herum und spielen nackt im Sand..
Gleißendes Sonnenlicht, ein endloser Strand grenzt an azurblauem Wasser, ein lauhes Lüftchen weht um unsere nun braungebrannte Leiber. Die Lagune ist gesäumt von Kokospalmen und es duftet nach Freiheit mit einer Briese Salz. Die Kinder tollen herum und spielen nackt im Sand..
OH, soweit waren wir noch gar nicht? Stimmt, zuletzt wollten wir in den Dschungel. Wahnsinn wie schnell so ein menschliches Gehirn unangenehme Dinge schnell und einfach ausblendet.
Aber das sind wir dem geneigten Leser sicher schuldig, begeben wir uns also noch einmal an den Morgen auf dem Weg in die grüne Hölle.
Der Guide hatte sich um 9:30 Uhr angemeldet, Schluss für uns mit packen und Frühstücken war dann wieder erst gegen 10:00 Uhr.
Es bleibe nicht unerwähnt das es für den Zeitraum "Two Day's one Night" nur den "Survival Trip*" zu buchen gab. Alles andere waren nur Tagesausflüge, das war uns natürlich zu profan. Ursprünglich war der Plan ja 3 Tage und 2 Nächte, eine weise und unsichtbare Stimme hauchte mir jedoch "nimm nur den einfachen Trip" ins Ohr.
Sylvia beschwerte sich dennoch, "wir wollten doch 2 Nächte Dschungel machen??!!"
*(Überlebenstraingstour)
Nun denn, auf der offenen Ladefläche eines Pickups und mit leicht reduziertem Gepäck ging es zunächst in ein kleines Bergdörfchen, nahe gelegen am Khao Sok Nationalpark.
Dort holte der Führer die Ausrüstung und ein paar Luxusartikel wie Reis und Wasser ab.
Seine Frau war gerade schwanger und Ludwig musste 3x hinter ihr langlaufen. Das bringt Glück und weniger Schmerzen bei der Geburt sagte man uns hinterher.
Komisch das unsere Hebammen daheim nicht solche Tips parat haben, sicher steckt da wieder die Pharma Lobby dahinter. Kein Geburtsschmerz-keine Schmerztabletten oder Injektionen-kein Geld für die Hochfinanz®.
Die ersten 40 Minuten unserer Exkursion durchquerten wir einige Palmöl und Kautschukplantagen bis sich die Flora verdichtete und Ludwig immer weniger ÜBER das hohe Gras schauen konnte. Nachdem ich mich gebückt und in seine Perspektive begeben habe, trug ich die kommenden Meter neben den 25 kg Kampfgepäck, noch den kleinen Pimpf auf dem Arm.
Nach dem Grashain begann ein wilder Bambuswald und zunehmend wuchs unser kleiner Pfad zu. Abgenickte Bambusstangen, altes Geäst und Schlingpflanzen wucherten kreuz und quer und behinderten das Fortkommen. Unser Führer machte sich mit einer langen, uralten und leicht rostigen Machete über die gröbsten Störenfriede her.
Durch das Blätterdach waren wir nun vor der senkenden Mittagshitze weitgehend geschützt, die
extremer werdende Luftfeuchtigkeit machte den kleinen Vorteil aber schnell wieder wett.
extremer werdende Luftfeuchtigkeit machte den kleinen Vorteil aber schnell wieder wett.
Zum ersten Mal kamen wir an unseren "neuen Freund", einen wilden Urwaldfluss der aufgrund der lange ausstehenden Regenzeit zuweilen eher wie ein gurgelnder Gebirgsbach anmutete. Wann immer wir auf unserer Reise auf selbigen trafen, waren ein paar Minuten Abkühlung
versprochen.
versprochen.
Nichts desto trotz musste die Manschaft geschlossen über den Fluss und das ging zunächst nur von Stein zu Stein. Die ersten drei, vier Male ging das gut, dann rutschte einer nach dem anderen ab und die Schuhe nebst Socken waren nass.
Das war aber erst der Start des nun beginnenden Martyriums. Die Hosenbeine hochgekrempelt bzw. bei den Jungs einfach entfernt, bemerkte ich nach verlassen der feuchten Uferzone das hochkrabbeln des berüchtigten Lichis an Sylvias Bein.
Das Tierchen zeichnet sich dadurch aus, sowohl an Kopf und auch an Schwanz einen überaus kräftigen Sauger zu besitzen von dem es auch fleißig Gebrauch macht.
Einmal am Opfer, saugt es sich von 2 Punkten fest uns spuckt zunächst einen starken
ins Bein. Dann wird eifrig gesaugt. Entfernen sollte man die ekeligen Biester möglichst nur mit einem Feuerzeug, beim abrupfen können die Viecher sich in dein Blut erbrechen und dann entzündet sich die Wunde zusätzlich.
ins Bein. Dann wird eifrig gesaugt. Entfernen sollte man die ekeligen Biester möglichst nur mit einem Feuerzeug, beim abrupfen können die Viecher sich in dein Blut erbrechen und dann entzündet sich die Wunde zusätzlich.
Als ich das erste mal ein Trip in den Dschungel machte, warnten mich alle möglichen Thais vor irgendwas. Ständig hieß es "in dschangel look at Litschis, Look at Litschis Falang" und machten ein besorgtes Gesicht dazu. Ich hatte mich schon gefreut und überall geguckt. Jeden Scheiss gesehen, nur eben keine Litschis. Die kannte ich ja eh nur aus Dosen, einen Seven/Eleven vermutete ich aber im Regenwald weniger.
Während ich also ständig nach oben guckte um den Litschibaum zu entdeckten, fragte ich ich den Guide damals mit steifen Hals wo denn nun die leckeren Früchte seien? Er zog mein Hosenbein hoch und zeigte mir den fett vollgesauten Blutegel kurz vor meinem Gemächt. Die Viecher krabbeln nämlich gern etwas höher zum saugen.
Nun, mein holdes Weib hatte ab jetzt und für die nächsten 48h besonders viel Spaß und Kopfkino, leider zurecht denn es sollte nicht der letzte Sauger und vor allem nicht der so
schnell entdeckte bleiben.
schnell entdeckte bleiben.
Nach ca 2h erreichten wir eine Flussbiegung mit einer flachen Stelle, etwas höhergelegen am Flussbett. Hier haute der Guide mit seiner gierigen Klinge die Pflanzenwelt kurz und klein.
Der scheinbar manische Anfall erwies sich aber als Schaffung einer Schlafgelegenheit für uns.
Ach hätte er sich doch richtig ausgetobt, aber dazu später mehr.
Ach hätte er sich doch richtig ausgetobt, aber dazu später mehr.
In die schnell errichteten Folienzelte Marke Toys'r Us warfen wir ein paar Dinge ab und machten uns auf zum Wasserfall, dem Ziel des heutigen Tages.
Dieser führte bis auf wenige Ausnahmen, alleinig durch das Flussbett. Irgendwie der Strömung entgegen und euch ist klar das wir nach wenigen Metern alle nass bis zum Pops waren.
Gegen 15 Uhr erreichten wir den "Wasserfall" der sich aufgrund der Trockenzeit als etwas üppigeres Rinnsal entpuppte. Mir war das irgendwie vorher klar, deswegen hielt sich meine Motivation auf der Route mit Lichis, Gepäck, Hitze, nassen Füßen und ständig kratzendem Gestrüpp deutlich in Grenzen. Ein lohnenswertes Ziel vor Augen ist nämlich schon schmerzlindernd.
Naja, ein bisschen hübsch war es trotzdem, vor allem Idylisch.
Erstaunlich und gut war, das die Jungs die fetten Fische im Becken nicht bemerkten, zumindest erst als der Thaiguide zum Fischer mutierte und per Netz das Abendbrot aus dem Badeparadies zog.
Wir haben dann noch versucht per "richtiger" Angel was zu erhaschen, aber das Netz ist, wie bei den dt. Nordseekrabbenfischern damals, erbarmungslos gründlich gewesen.
Auf dem Rückweg hatte ich nun mein lohnendes Ziel, nämlich das Zelt und was zu essen. An Mittagstisch hatte der Thai leider nicht gedacht. Gut das ich noch einige Handvoll Nüsse dabei hatte, ich hatte auf ein paar Kanacken am Waldesrand getippt. Ach Quatsch, Makaken hießen die pelzigen Biester. Die waren trotzdem nicht da und wir hatten ein bisschen was zu kauen.
Angekommen am Lager haute der Thai in seiner grenzenlosen Zerstörungswut wieder auf einigen Bambusstangen herum, hinterher blieben ein paar Löffel, Teller und Trinkgefässe über.
Gekocht wurde Reis und zwar so: den Reis anfeuchten, etwas salzen und in ein Bananenblatt wickeln.
Dieses Päckchen dann mit etwas Wasser in ein Bambus Rohr stopfen, oben verschließen und ab ins Feuer damit.
In ein weiteres Bambusrohr kam etwas seltsames Gemüse, Blattwerk und Kokosmilch. Das Ganze auch wieder ins Feuer und dazu kamen die frisch entdärmten Fische am Stock.
Mit eingehender Dunkelheit musste ich dann niemanden mehr die Lichis entfernen, wir klatschen uns dafür umso heftiger gegenseitig auf die entkräfteten Körper, denn nun kamen die Moskitos.
Die kleinen geflügelten Sauger sind so winzig, das du sie erst merkst wenn sie dich auch wirklich gepikst haben und im Gegensatz zum Blutegel, tun die richtig weh.
Einem unter 10 jährigem das kratzen an der Einstichwunde zu verbieten, versucht dauerhaft auch nur jemand, der noch keine Kinder hat. Hundert mal gesagt, ist es fast schon witzig wie kreativ man(n) versucht sich doch heimlich zu scharren.
Nun die nassen Sachen an's Feuer gehangen und ins wohlige Bettchen, hoffentlich hat der Guide die Federbetten ordentlich aufgeschüttelt und das Rosenwasser auf die Kissen geträufelt.
Pustekuchen. Es gab genau 2 Stück dreimal gefaltete Isomatten die uns (4) als Kopfkissen dienen sollten. Schlafunterlage - warum denn das?
Meine Frage an den Guide wo denn die restlichen Isomatten für uns seien, wurde lapidar und gar spöttisch mit folgenden Worten erwidert: "You booked a survial trip, this is not a 5 Star Hotel Sir"
-Arschloch-
Nun denn, die Isomatte ausgeklappt hatten wenigsten Fritz und Ludwig etwas zwischen sich und dem Waldboden, wir Erwachsenen legten uns zumindest auf die Handtücher, die beinahe getrocknet waren. Nun lernten wir die anderen Waldbewohner kennen und lieben, die Ameisen.
Putzige, possierliche Tierchen- wenn man sich nicht gerade auf sie legt. Die beißen nicht, die saugen nicht, die pissen dir direkt ihre Säure auf die geplagte Epidermis.
Aber schöner war das fehlende Perfektionsmussstreben des immer heißer von uns geliebten Thaiführers. Hatte er sich doch so wahnwitzig mit seinem so feurig geschwungenem Dolch
über die Pflanzen auf unsere späteren Schlafplätze hergemacht. Leider ließ er die Stümpfe der entlaubten und gehäckselten Opfer stehen, die sich jetzt schön in unseren Rücken bohrten.
über die Pflanzen auf unsere späteren Schlafplätze hergemacht. Leider ließ er die Stümpfe der entlaubten und gehäckselten Opfer stehen, die sich jetzt schön in unseren Rücken bohrten.
Nach Minuten der Lust am pieken fanden wir dann schlangenartig eine Liegeposition zwischen den einzelnen Stümpfen. Ludwig versuchte dann bis ca. halb eins das Zirpen der 1000 Nachtgrillen mit kreativen Gesängen zu übertönen, natürlich war er trotzdem als erstes wach- so gegen 5:30 Uhr. Kein Ahnung wann er heimlich schläft.
Der nächste Morgen begann wie schon geschrieben mit "ich hab Hunger, ich hab HUNGER und Durst!!!"
Der Thai hatte verstanden und bereits Tee und Toast angesetzt. Wir beräumten die liebgewonne Fläche, nicht ohne bösartig jeden einzelnen Stumpf in den Boden zu treten. Ich wickelte meine 15 Meter Bundeswehr Leuchttrasierband wieder ein, damit hatte ich den Platteoabgrund abgesperrt um schlafwandelnde Kinder am abstürzen zu hindern. Das Band leuchtet nämlich fluoroziernd von selber.
Aufgrund der Vortagserfahrung schlug der heimliche Folterknecht vor, nicht noch einmal zum nächsten, eigentlich plangemäßen Dschungelwasserfall zu schlendern, sonder lieber zurück ins Dorf und dort die Tempelaffen zu besuchen. Ich bejahte dies, nicht ohne Wehmut an das mir nun entgehende Abenteuer zu denken.
Das Gefühl sollte sich bald legen, nach 10 Minuten Rückweg gab es eine tiefere Stelle im Flussbett bei der ich Ludwig tragen musste. Ich glitt aus und hob im Fallen instinktiv meinen, mich später mal ernähren müssenden Tronfolger nach oben. Es gelang zumindest das er nur einen blauen Fleck mit sich trug, mein Ellenbogen, mein Knie und das linke Schienbein hatten weniger Glück. Nun ging es etwas beschwerlicher auf die kommenden Kilometer zurück und wir hatten auch nur ca. 7 Lichis abzupolken. Es sei erwähnt das sich der Fritz die Dinger mittlerweile selber vom Körper rupfte und das ohne eine Gesichtsverzerrung. Leider standen die Biester heute eher auf ganz frisches Blut, Ludwig war stark frequentiert.
Deutlich geschafft kamen wir bei der Führerfamilie wieder an und nachdem Ludwig die Schwangerschaftszeremonie erneut zelebrierte, fuhren wir zum Affentempel.
Nüsse hatte ich doch noch ein paar gefunden und die dortigen Affen waren deutlich freundlicher als die von dem Höhlentempel. Zumindest bis Ludwig irgendwo einen Riesen Stock mit Blättern aufgehoben hatte um diesen laut schreiend einer Affenmutter mit angegangenem Nachwuchs zu zeigen. Wild kreischend und zähnegefletscht kam der Affenhordenpapa angerollt, wir sind Ruck zuck ins KFZ und ab dafür.
Ich möchte festhalten das Ludwig die Affen wirklich nicht schlagen wollte, er hat das einfach falsch eingeschätzt.
Nun kamen wir irgendwann wieder im Baumhaushotel an und stellten fest das unser Zimmer neu vergeben wurde, das neue aber noch nicht frei sei.
Die Falang würden aber gleich aus checken, sagte man uns.
Die, die da wohl gleich ausschecken wollten, kamen uns auch direkt entgegen. Das super heiße
und super schwule Pärchen, welches uns tuffig und zartrosa schon vor drei Tagen im Hotel aufgefallen war.
und super schwule Pärchen, welches uns tuffig und zartrosa schon vor drei Tagen im Hotel aufgefallen war.
Tolles Gefühl zu wissen wo man gleich schlafen darf.
Naja, zumindest keine Ameisen oder Knubbelige Dinge die einen beim schlafen in der Pogegend rumpieken...
Zum Abendessen sind wir nochmal auf kleine Nachtwanderung in ein näheres Hotel gegangen, das Essen im Hotel war nicht so dolle.
Hier die fehlenden Bilder:
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