Der frühe Ludwig fängt den ... Katzeklo

Heute verlief der Tag recht geruhsam, wenn man von Horden Ludischmusender Ureinwohner absieht.
Wir haben es sogar fast pünktlich zum Frühstücksbufett geschafft, obwohl ich meine Familie mit besonders hartnäckigen Musikstücken wachrocken musste. 2 Wecker schellten zunächst vergebens und auch zartes Rütteln blieb erfolglos. Da es hier bis zum letzten Winkel 4G Handyempfang gibt, konnte ich Nana Muskuries "guten Morgen, guten Morgen" aus dem Telefon zaubern. Damit war Sylvia und Fritz schonmal geholfen, nur der Kleinste schlief einfach weiter. Heavy Metal, Gangsta Rap... er pennt. Während ich so rumsuche kommt mir ein alter Titel vor das Display und ich dachte, spielen wir das doch erstmal, damit ich bei der Suche bisschen was zum Lachen hab. Es tönten diese ersten Klänge " Katzeklo Katzeklo" aus dem Mono Tweeter und da schoss jemand empor. Putzmunter und laut schunkelnd stand er plötzlich im Bett. Helge - ich danke dir.

Saustolz das wir diesmal pünktlich waren, standen wir 8:00 Uhr am Pier und wollten auf das Floß  gehen, welches uns in den Nationalpark bringen sollte.


Dort fummelte der Flosskapitän an einer Autobatterie welche an eine Zweite Ihrer Art mittels zweier Klingeldrähte verknüpft war. Ich meine ich bin Laie, aber das konnte nicht funktionieren.
Nebenbei schön die Zigarette im Mundwinkel, der Tank war ja auch nur 30 cm neben der Batterie gelegen...
Nachdem die Startersatzbatterie leer geleiert war, es schon 8:35 wurde, tauschte man die Startersatzbatterie gegen eine neuere, vollere Ersatzreservestartbatterie und sieh da, es sprang an. Unsere Jungs blieben die ganze Zeit recht locker und maulten fast nicht rum.

Endlich angekommen, bereute ich zunächst das in "Thaistyle" gewürzte Abendessen vom Vortag und suchte eilends ein WC. Kenner der Thailändischen Küche wissen das so eine Tom Yum Suppe immer 2x brennt. Einmal während des Essens im Mund und einmal nach ca 6 h ... Naja lassen wir das.
Gefunden hatte ich dann das übliche Loch im Boden mit Wasserbecken und Plasteschale
daneben. Das sich die Thais immer nur mit der rechten Hand grüßen, ergibt jetzt auch für den Asienfremden Leser einen Sinn. Falls nicht- die haben dort kein Papier.

Der Park war eröffnet und die Sonkran Touristen aus den umliegenden Großstädten rückten mit Mann, Maus und Bambusmatte in Scharen voran.

Kurz VOR der ersten Stufe bemerkte Fritz das er keine Lust mehr hat, ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wir hatten vielleicht ein 16tel der Strecke geschafft.


In jeder der Staustufen gab es Unmengen an friedfertigen Fischen die sich dort tummelten.
Das diese eine witzige Angewohnheit haben, wissen auch die Thais und setzen sich an den Rand, die Füße ins Wasser. Die geschuppten Tierchen knabbern dann lustig an der Hornhaut und man sagt dem sogar eine heilende Wirkung nach. Bei uns bezahlen Menschen dafür sehr viel Geld.
Da ich das ja schon gestern wusste, hatte ich an dem See vor der Höhle nicht eine, sondern 2 Tüten Fischfutter gekauft und die eine heute an den Sicherheitsleuten am Parkeingang vorbeigeschmuggelt. Essen und Plastemüll ist nämlich nicht erlaubt.
Nun, stellt Euch bitte den oder zuweilen auch die geneigten Thai beim entspannten "Füße knabbern lassen" vor. Beide Arme abgestützt, den Kopf nach oben, Augen zu - genießen.
Und dann wirft irgendein Idiot hinter einem Baum ein große Handvoll Fischfutter direkt vor die
 Knie ins Wasser. Die friedfertigen Putzerfischchen verwandeln sich binnen Hundertstel in eine Schaar beisswütiger Piranhas, keiner gönnt dem anderen etwas. Es plantscht und spritzt direkt auf die hochgekrempelten Hosen der armen Gefoppten.
Ob die auch an Unterwassergeister glauben? Naja, jetzt schon.

Dem Thema Geister geschuldet sind auch diese Verzierungen und Beschenkungen an den besonders alten und hohen Bäumen.


Der Aufstieg war sehr abwechslungsreich und es gab auch immer was zu klettern oder entdecken.



Oben angekommen wurde erstmal gebadet, sofern wir ein paar freie Stellen im Becken finden konnten. Leerer wurde es erst als Ludwig fragte:
"Mama, wo kann ich hier pullern?"
Ludwig, hier gibt es kein Klo, wir machen eine Ausnahme. Geh ins Wasser und pullere dort rein.
Hmm, ok. Das war nicht präzise genug. Ludwig ging bis zum Knöchel ins Wasser und strullerte
los. Ungläubiges Entsetzen der 150 anwesenden Badegäste, dem wich aber schnell ein
entzückendes "ach es ist der kleine Blonde, der ist ja so knuffig, der darf das"

Hier ein paar Badeimpessionen:






Der Rückweg war dann deutlich einfacherer, am Schluss sind wir dann nochmal in Stufe eins eingetaucht, dort hatte ich vor knapp 20 Jahren auch mein Wasserfallfoto geschossen.
Das die Kinder keine Lust hatten, sich aus 20 Meter Höhe kommende Wassermassen auf das Haupthaar zu sprenkeln, stimmt gar nicht. Die schreien auch nicht, das liegt am schlechten Objektiv.




Um 15 Uhr rief ich dann den Flosskapitän und Hobbymechatroniker an, der meinte in 20 Minuten da zu sein. Gegen 16:10 tat ich das nochmal und um ca 16:30 war er auch schon da.
Nach 4 Versuchen a ca. 7 Minuten, am Steg anzulegen, hatte er es geschafft und wir tuckerten heim. 
Während der Wartephase hat Ludwig sich den dort ebenfalls sitzenden Thaifrauen ergeben und Erdnüsse gegen Schmuseeinheiten verteilt. Fritz und Papa haben inzwischen eine Angel gebastelt. Schnur, Blei und Haken sind beim gedienten OG aD d. Res. natürlich immer am Mann.


Leider schmeckte dem Örtlichem Tümpelbewohner die Erdnuss am Haken nicht :-(
Zum Abendessen ging es dann an den Staussee mit Aussicht, diesmal ohne Vorkommnisse und es hat sehr lecker geschmeckt. Da beide Jungs so gut mitgezogen haben, gab es sogar noch ein Eis.

Morgen checken wir dann aus und begeben uns auf die 2 tägige Anfahrt zum nächsten Punkt unserer Reise. Dem Khao Lak Nationalpark.

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