Ankunft im Paradies, nur ohne 40 Jungfrauen

Nach dem kleinen Martyrium der letzten Tage sollte es heute zum angenehmen Teil unseres Urlaubs kommen, wir packten die noch immer feuchten Klamotten in den Kofferraum und düsten los. Wir hinterließen traurige Gesichter der Resortbesatzung und leider auch die beiden Kuscheltiere der Jungs. Das die noch unter irgend einer Bettdecke schlummerten, merkten wir leider erst hier auf der Insel. Zu unserem Glück führt unsere Route zum Sura Thani Flughafen dann fast wieder dort vorbei und die beiden dürfen noch ein paar Tage im Baumhaus schlafen.

Die Fahrt zum Hafen führte wieder durch Landschaftlich wunderschönes Grün in allen  nur erdenklichen Facetten. 
Kurz vor der Ankunft noch mal schnell vollgetankt und in den Seven/Eleven denn auf einer Insel mit nur temporärem Strom hätte es die Hälfte des Sortiments schwer wenn die Kühlung ausfiele.
Hauptsächlich musste ich das neue Grundnahrungsmittel, Cashew und Erdnüsse, einladen und auch Taschentücher wurden verlangt denn leider hat auch Sylvia ein wenig  
ärgerliches vom Dschungel mitgenommen. 
Eine deftige Erkältung die sich final und erschreckender Weise als Hypo DFTRS* entpuppte.
*die furchtbar Thailändische Rüsselseuche
Am Hafen wartete schon das Boot welches einen jungen, europäisch aussehenden Mann mit seiner thailändischen Silkon Valley bestückten Barbedienung beherbergte.
Nach den Verladetätigkeiten sank das Schiff aufgrund unserer umfangreichen Tüten und feuchten Klamottensammlung um mindestens 6 cm, wir durften dennoch ablegen. 
Die 4 mitreisenden Thaifrauen waren von der Küchenstaff und mussten natürlich dem Ludiwahn fröhnen, ich hatte sie eindringlich darauf aufmerksam gemacht das "one Foto twenty Bath and one Kiss fifty Bath". Natürlich haben auch diese Weibsen die Zeche geprellt...

Wir verließen den Hafen und die Einheimischen, kleinen und bunten Fischerboote begleiteten uns eine Weile aufs offene Meer und da war sie endlich. Am Horizont türmten sich die grünen Berge und bewachsenen Wipfel aus dem unendlichen Blau des Ozeans empor. Das Boot glitt immer schneller über die spritzende Gicht und Meter für Meter rückte unser lang ersehntes und gefühlt auch hochverdientes Ziel in immer greifbarere Nähe. Kleine Rosa Delphine begleiteten quietschvergnügt unsere Fahrt und Poseidon selbst erschien mit seinem Dreizack... oh, ich glaube ich gerate ins Schwärmen. Aber hey,  so ähnlich fühlte sich das alles an :-)

Das erste was uns auf der Insel begrüßte waren die Mangrovenwälder die malerisch ihre Riesen Wurzeln in das seichte Meerwasser pressten. Ziemlich lange fuhren wir an diesem einmaligem Naturereignis entlang. Durch eine schmale Bucht kamen wir an den " Hafen" der aus einer Holzbohle und einer kleinen Überdachung bestand.
Dort stand ein Pickup der uns selbst, den Kerl mit Thaifraue nebst ihren riesen Plastetüten und einigen Lebensmitteln für die Resortküche bestand. 
Der betonierte Weg endete nach ca 500 Metern und die "Straße" bestand nur noch aus zwei Fahrspuren im Gras. Hey, nix Dschungel bitte, wir wollten doch ans Meer??
Das kamen wir auch, nach angesagten ca. 15 min - also Thaiminuten. In Deutschland sind das zwischen 35 und 50 Minuten aber hier sind angefragte Entfernungsangaben fest und glaubhaft angesagt: nur noch 400 (Thai) Meter für die man dann ca. 50 min läuft...
Das Resort empfing uns freundlichst lächelnd und mit einem lila begrüssungsgetränk, zumindest versuchten sie es, bis Ludwig aus dem Pickup gekrabbelt kam.
Naja, bla bla schmusen, bla, küssen, blabla Selfi usw. usf. etc. tbc.

Das Zimmer war eine grosszügige Bambushütte mit Blick auf das blaue, weite Meer und nach hinten raus beginnt schon der Inseldschungel. Wir wurden auch direkt von einem Nashornvogel
 begrüßt.
Beim beziehen des Hauses bemerkten wir nicht nur die Abwesenheit der beiden Kuscheltiere sondern vermissten direkt eine in Thailand liebgewonnene, technische Grundausstattung. Wo zum Belzebub war der Schalter für die Klimaanlage? Ja, wo ist überhaupt die Klimanlage? Verd... ist das heiß hier, wo ist das Teil nur?

Ein kurzer Blick auf die Zimmerbeschreibung in diesem Internetz, bekräftigte die schlimmsten Erwartungen, das Eco im Resortnamen steht wirklich für Eco. 
Strom aus Solar, Wasser aus dem Meer plus Wiederaufbereitung und inkl. enstsprechendem Geruch. 
Aber das war es dann auch schon mit dem Gemecker. An das Klima haben wir uns schnell gewöhnt, das Wasser riecht nach drei Tagen hier nur noch halb so streng und da wir die täglichen zwei gratis Wasserflaschen eh nicht alle machen, wird halt hinterher immer noch mal teuer gespült.
Ps. Keine Angst, wir trinken genug. An der Bar gibt es gratis Wasser den ganzen Tag und Melonenshakes mit Eis auch.

Am Abend fanden die kleinen Lords jede Menge schöne Muscheln, die wurden gesammelt uns alle auf einen Haufen gelegt. Nach dem Abendbrot hat die aber irgend jemand wieder über den ganzen Strand verteilt? Wütend wurden die wieder eingesammelt bis Ludwig entsetzt eine wieder fallen ließ. Die Muschel hatte Beine!!
Und die konnte zwicken. Auf den Fotos seht ihr das Geheimnis der Zauber Muscheln deutlich.
Etwas blödes fällt mir dann doch noch ein, die Massagefrau der Anlage hat sich über Sonkran aus dem Staub gemacht und wird auch erst wieder zur High Season hier aufschlagen. Drei Tage nach unserer Abreise wird das hier nämlich alles geschlossen. Zur Regenzeit kommt eh keiner.
Ich versuchte mein Glück auch in der Nachbaranlage, die im übrigen nur aus Zelten bestand, 
aber auch da gab es keine Masseurin mehr.











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